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Akku lädt nicht – tiefentladen?

Wenn der Akku nicht mehr geladen werden kann ist die Ursache manchmal eine sog. ‚Tiefentladung‘. Dies passiert, wenn der Akku unsachgemäss, meist mit zu geringem Ladestand, in die Winterpause geschickt und/oder falsch gelagert wird. Wie das verhindert werden kann steht in der Bedienungsanleitung oder unter AKKU – Pflege: Mechanisch / im Betrieb / Lagerung / Sicherheit‘

Warum passiert das?

Jede einzelne Zelle in einem Li-Ionen-Akku hat eine Selbstentladung, auch wenn alle Verbraucher (auch das BMS) davon getrennt sind. Man nennt diese die kalendarische Alterung. Sie resultiert aus der Chemie des Akkus und lässt sich nicht aufhalten. Bei einer Tiefentladung sinkt die Spannung der einzelnen Zellen unter 2.5 V und es können irreversible Schäden in der Zelle entstehen.

Mehr Details dazu kannst du in meinem Kompendium zu Li-Ionenakkus unter AKKU – ’Theorie & Begriff-Kompendium zum Li-Ionen-Akku’ nachlesen.

Ein Stromer BQ983 hat bei sachgemässer Lagerung eine 
Selbstentladung von ~1% pro Woche oder ~4% pro Monat.

Ein tiefentladener Akku ist instabil, brandgefährlich und ein Sicherheitsrisiko. Bei YouTube werden u.a.Videos gezeigt wie man einen solchen ‚Zombie-Akku’ wiederbelebt. Davon ist dringendst abzuraten!

Was kann man tun?

Folgende Punkte kann man beim Stromerakku ohne Sicherheitsrisiko noch probieren, bevor ein neuer nötig wird.

  • Mit etwas Glück ‚scheint‘ ein Akku nur tiefentladen, die Zellen leben aber noch und haben eine Zellspannung über 2.5 Volt, aber unter 3.2 V. Ab dieser Spannung gilt eine Li-Ionenzelle als leer (0% Kapazität). Diese Schwelle ist relevant für die meisten Ladegeräte. Sie laden den Akku aus Sicherheitsgründen nicht, wenn 3.2 V unterschritten sind.

    Das Stromer Ladegerät CR245 (& CR65) hat eine versteckte Fähigkeit. Es kann einen solchen Akku ggf. wieder zum Leben erwecken. Man spricht von ‚Aufpäppeln‘. Verbinde den Akku einfach für 2-3 Tage mit dem Ladegerät und schaue was passiert. Mit etwas Glück beginnt das Ladegerät nach einer gewissen Wartezeit den regulären Ladevorgang. Das neuere CR246 hat diese ‚Aufpäppelfunktion’ nicht dafür bietet es eine ‚Schwebeladung’ an.
  • Weiter kann man den Akku über den Händler zu Stromer senden. Stromer repariert zwar keine Akkus, kann aber immerhin den Selbstschutz zurücksetzen und den Akku so wieder freischalten. Auch hier gilt, wenn die Zellen wirklich unter 2.5 V gefallen sind, wird Stromer den Akku nicht mehr freigeben.
  • Als letzte Möglichkeit gibt es noch den Zellentausch. Allerdings muss hier die entsprechende Firma die Möglichkeit anbieten, den SoH und Ladezyklenzähler zurückzusetzen.
    Weitere Informationen dazu gibt es unter AKKU – Reparatur / Akku Neubestückung (Refit / Refurbishing) / Occasionen
Aktualisiert am 18. August 2025
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