Unter Rebound versteht man bei einem Akku die Erholung (man spricht von Spannungsrelaxation) des SoC (Ladezustand) nach dem Gebrauch. Der Effekt ist vermehrt und in zunehmendem Umfang bei gealterten Akkus zu beobachten, deren SoH sich bereits massgebend verschlechtert hat. Der Grund ist eine Veränderung des Innenwiderstand des Akkus. Mit zunehmendem Alter steigt dieser an und der Spannungsabfall bei Belastung ist höher. Entsprechen höher fällt auch die Spannungsrelaxation aus.
Das folgende Diagramm zeigt den Rebound-Effekt bei einem BQ983-Akku über 13 Monate und dem SoH-Bereich 81–74 %. Dabei spielen die gefahrenen Kilometer, das Streckenprofil und die Aussentemperatur (im beobachteten Zeitraum 0 – 22 °C) keine Rolle. Der Rebound steigt, der SoH sinkt.

Spontanausfall des Stromers
Gealterte Akkus zeigen neben dem Rebound-Effekt manchmal auch Spontanausfälle der Unterstützung. Dabei schaltet sich der Stromer unvermittelt ab, obwohl noch genügend Restkapazität in der Omni-Anzeige angezeigt wird.
Die beiden Phänomene hängen insofern zusammen, dass sie besonders bei älteren Akkus auftreten. Der Spontanausfall der Unterstützung passiert dabei vermehrt bei kälteren Temperaturen. Durch tiefere Temperaturen steigt der sog. Innenwiderstand bei Li-Ionen-Akkus zusätzlich zum Alterungseffekt an. Fährt man mit hoher Unterstützung, wird mehr Energie vom Akku bezogen. In der Kombination kann dies kurzfristig zur Unterschreitung der „Cut-Off-Spannung“ (Abschaltspannung) des Akkus führen und die Unterstützung fällt aus. Nach einem Neustart des Stromers kann man meist mit schwacher Unterstützung noch etwas weiterfahren.
Die Lösung ist früher oder später nur der Neukauf eines Akkus bzw. die Neubestückung mit neuen Zellen.
Siehe auch AKKU – ,Reparatur / Neubestückung (Refit / Refurbishing) / Occasionen‘