In Foren ist hin und wieder zu lesen, dass der Stromer ein Schönwetterbike ist und es bei Regenwetter Probleme gibt. Diese Aussage ist so nicht allgemein gültig. Fahrräder sind per se keine U-Boote und sind nie wasserdicht. Allerdings gilt auch, dass bei einem als Pendlerbike beworbenen Fahrrad eine Resilienz gegen Regen und Spritzwasser gegeben sein muss. Konstruktiv ist also darauf zu achten, dass Steckverbindungen und die elektrischen und elektronischen Komponenten entsprechend geschützt sind.
Anders als bei einem normalen Fahrrad gibt es bei (S)-Pedelecs viel Elektrik, Elektronik und Verkabelung. Neben Rahmen, Bremsen, Antriebsstrang, Motor etc. sind diese Komponenten besonders empfindlich gegen Wasser und Feuchtigkeit. Sind sie nicht genügend geschützt führen Korrosion, Kontaktprobleme oder sogar Kurzschlüsse zu Störungen oder Ausfall des Fahrrads.
Stromerbikes bieten schönes Design, keine Frage. Die sog. Infarme-Verkabelung und das Inframe-Design (Akku) vermitteln ein aufgeräumtes optische Bild. Vor Einfallstoren für Wasser und Feuchtigkeit schützen aber auch diese nicht. Kommen konstruktive Mängel hinzu wird die Alltagstauglichkeit in Frage gestellt. Und von diesen hat sich Stromer in der Vergangenheit einige geleistet.
Hier gelistet sind Problemstellen, welche in den Werkstatt, in Foren und Socialmediagruppen häufig auftauchen. Der oder die Links verlinken direkt zu entsprechenden Artikeln.
- Motorstecker (1 | 2)
- Motorlager (1)
- Omni (1)
- Hupenöffnung (1)
- Motorphasenkabel-Controller (Tretlagerbereich) (1)
- Distributionboards (1 | 2)
- Steckverbindungen Akku / Akkufach / Ladeport (1)
- Wellige Unterrohrabdeckung (1)
- TMM-Sensor (1)
Ein paar konstruktive Probleme in Bezug auf Feuchtigkeit und Wasser wurden im Laufe der Modellentwicklung durch ein verbessertes Design oder überarbeitete Komponenten (z.B. Unterrohrabdeckung) gelöst.
- Die Motorkabel in Tretlagerbereich sind isoliert
- Statt getrennte Kabel führt noch ein Motorkabel zur Bikeelektrik
- Die Controller sind mittlerweile vergossen
- Die Hupenöffnung und Welligkeit der Unterrohrabdeckung wurden überarbeitet. Eine neue Abdeckung schliesst besser und die Hupenöffnungen sind etwas besser gegen Spritzwasser geschützt. Bei neueren Modellen, wie dem ST7, wurde die Hupe ins Oberrohr verlegt.
- Der Ladeport für den Di2 Akku bei frühen ST5 wurde aus dem Tretlagerbereich in den rechten Lenker verlegt.
- Distributionboards wie im ST2 / ST2S / ST5 wurden durch eine vergossene Variante im Steuerrohr ersetzt.
- Distributionboards die im Akkufach verbaut sind (Modelle mit EDS-MC3 wie beim ST2 / ST2-Belt oder dem ST7) wurden mit einer Versiegelung besser gegen Korrosion geschützt.
- Die Motorbeschichtung wurde auf Pulverbeschichtung geändert welche korrosionsbeständiger ist.
- Der TMM-Sensor ist komplett eingegossen und resistenter gegen Wasser und Feuchtigkeit.
So sollte es nie aussehen: