Der TMM-Sensor in der rechten Kettenstrebe ist die entscheidende Komponente, wenn es um die Fahrtunterstützung bei den Stromern geht. Stimmt mit dem Sensor etwas nicht macht sich dies sofort bei der Unterstützung bemerkbar.
I|D Bike, der Hersteller, hat im Laufe der Modellentwicklung einiges am Design der Sensorplatte und des Sensors verbessert. So wurden dieser und das Versorgungskabel komplett vergossen. Die Schlitzbreite, die die Bewegungsvariation zulässt, wurde massiv vergrössert und ist weniger anfällig auf Schmutz. Auch die mechanischen Justierelemente des Magneten wurden komplett entfernt und dieser in die Platte eingeklebt.
Die Sensorelektronik (Hallelement) ist gegen Schmutz geschützt. Trotzdem ist dieser eine mögliche Fehlerquelle, da er sich rund um den Magneten ablagern kann oder die Messausfräsung auffüllt, und somit die Messung der Ketten- bzw. Riemenkraft beeinflussen kann.

Der Grund für diesen Schmutz ist der Fahrbetrieb, aber auch falsche Schmierung der Kette. Das Kettenöl, der metallische Feinabrieb der Kette und der Ritzel sowie der Strassenschmutz vereinigen sich dabei zu einer klebrigen und teils verkokten Emulsion, die den Sensor vollständig „zukleben“ kann. Die Eisenpartikel können dabei den Magneten und damit die Kraftmessung stören und zu Unterstützungsschwankungen oder gar einem Ausfall führen.
Reinigung
Zur Reinigung sollte man das Hinterrad ausbauen. Als Reinigungswerkzeug darf man keine metallischen, spitzen oder scharfen Gegenstände verwenden. Am besten nimmt man einen feinen Pinsel oder eine Zahnbürste sowie Reinigungspapier – und wenn vorhanden, Druckluft – um allen Schmutz zu entfernen. Als Reinigungsmittel verwendet man Bremsreiniger, Reinigungsbenzin oder einen fettlösenden Fahrradreiniger.
Hat man ein Reinigungsbad, kann man auch den Sensor ausbauen, darin reinigen und danach sorgfältig mit Druckluft ausblasen. Ein Ultraschallbad würde ich nicht empfehlen, da dies den Sensor beschädigen könnte.
Der Einbau des Sensors ist hier beschrieben.