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Drehmomente und Montage: Hinterrad-Achse und TMM-Sensor (Kalibrierung)

Unterstützungsprobleme – woher kommen sie?

Ein recht häufiger Fehler ist magelnde, schlechte, wellige oder gar keine Interstützung durch den Nabenmotor. Die Ursache ist selten der Motor, der Controller oder das Omni. Zentral für die Unterstückungsregelung ist der TMM-Sensor im rechten Ausfallende.

Wie ich im Thema Funktionsprinzip schreibe, ist der TMM-Sensor tatsächlich ein Kraftsensor und kein Drehmomentsensor. Er misst die Kraft, die auf die Kette bzw. den Riemen durch das Pedalieren ausgeübt wird. Die gemessene Kraft ist direkt proportional zum Drehmoment am Tretlager, das durch das Treten auf die Pedale erzeugt wird.

Im Alltagsgebrauch hat sich der Begriff Drehmomentsensor eingebürgert. Dies gilt auch, wenn von den Anzugsmomenten – oder eben Drehmomenten – der Hinterradsteckachse und der Sensorplatte die Rede ist. Beide haben entscheidenden Einfluss auf die Unterstützungsregelung des Nabenmotors. Stimmt hier etwas nicht, macht sich das sofort bei der Unterstützung bemerkbar.

Meine Checkliste listet 14 verschiedene Probleme und Phänomene auf und beschreibt mögliche Lösungen.

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Drehmomenttabelle (separat)

Drehmomente der Hinterrad-Achse / Sensorplatte

Die neueren Bedienungsanleitungen enthalten nur noch die Drehmomentangaben für Elemente, an denen der Kunde selbesr arbeiten darf.

Hier ist noch eine alte Version, die fast alle Drehmomente beinhaltet. Meist fehlen aber auch dort die Angaben für die hintere Steckachse. Vereinzelt sind Drehmomentangaben auch auf dem Kopf der Achse aufgedruckt.

Wird ein neuer Drehmomentsensortyp eingebaut, kann das Drehmoment für die Steckachse und/oder der Sensorplatte vom alten Vorgabewert abweichen. Die Angaben für den aktuellen Sensor sind in der Montageanleitung aufgeführt.

Montage TMM-Sensor und Hinterradachse

Bevor die TMM-Sensorplatte montiert wird müssen die Schraubenköpfe leicht gefettet werden.

Vorbereitung:
1: Gehe in das Servicemenü zu „Sensors“ um die Sensorspannung „voltage“ beobachten zu können.

2. Schalte die „USE TRACE“ Funktion aus.

3. Fette die Schraubenköpfe wie oben gezeigt.

Montage:
1. Schraube die TMM-Sensorplatte im Ausfallende an. Ziehe die Schrauben nicht ganz fest so dass die Platte noch leichtes Spiel hat.

2. Montiere das Hinterrad mit Steckachse mit dem vorgegebenem Drehmoment.

3. Ziehe nun die Schrauben der TMM-Sensorplatte mit dem vorgegebenem Drehmoment an. Die Sensorspannung „voltage“ sollte jetzt im Bereich 0.9 — 1.1 V liegen.

4. Stehe mit gezogenen Bremsen und dem eigenen Körpergewicht auf das Pedal und wippe etwas. Steige wieder vom Pedal. Siehe Video.

5. Führe im Servicemenü unter „Sensors“ einen „Reset Offset“ aus. Nun sollte der Wert von „voltage“ und „offset“ identisch sein.

6. Mache eine Probefahrt. Der Stromer sollte gut anschieben und unterstützen. Die Unterstützung sollte nicht zu agil bzw. ruckartig sein oder gar Eigenvortrieb (Scootering) entwickeln. Sie darf sich aber auch nicht zäh oder wellig anfühlen.

7. Kontrolliere nochmals ob die Spannungen von „voltage“ und „offset“ nachwievor identisch sind. Wenn nicht, wiederhole den „Reset Offset“.

8. Passt alles schalte die „USE TRACE“ Funktion wieder ein.

Merke: Mit zunehmendem Drehmoment sinkt die Spannung „voltage“ und umgekehrt.

Tipp zu Punkt 2: Ändert sich die Sensorspannung beim Festziehen nicht, löse die Steckachse wieder etwas – nun sollte sich „voltage“ ändern. Ziehe dann auf das vorgegebene Drehmoment an. Sie Spannung sollte bei Erreichen der Drehmonentvorgabe bei 0.9 — 1.1 V liegen.



Alternative Methode:

1. Spannung „voltage“ bei ausgebautem Hinterrad und gelockertem Sensor im Omni-Servicemenü ablesen. In der Regel liegt die Ruhespannung der Sensortypen P178 / P211 / P218 zwischen 0.8—1.1 V.

2. Sensor einbauen und Schrauben mit dem angegebenem Drehmoment anziehen.

3. Danach Steckachse anziehen, bis der Wert „voltage“ dem zuvor abgelesenen Wert entspricht. Idealerweise müsste nun das vorgegebene Drehmoment der Steckachse erreicht worden sein. [Quelle]

Aktualisiert am 29. Juli 2026
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