Mit Einführung neuer Modelle (P178, P211, P218) wurde der TMM-Sensor ständig verbessert. Neben mechanischen Veränderungen (Schlitzbreite, Montagepunkte) wurde auch der Sensor nochmals besser gegen Schmutz und Wasser geschützt (IP 66). Auf der Webseite schreibt I|D Bike zum neueren Modell (bei Stromer der P211 und P218) folgendes:
- Der TMM4-Sensor hat ein robustes Design
- Um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, hat IDbike den TMM4-Sensor strengen Tests unter extremen Bedingungen unterzogen.
- Der Sensor ist:
- Vollständig mit einem speziellen Harz beschichtet, wodurch er gegen Feuchtigkeit, Staub und Salz beständig ist.
- Mindestens eine Woche lang in Salzwasser getestet, wobei er weiterhin normal funktioniert.
- Vollständig halbleiterbasiert, d. h. keine beweglichen Teile und kein Verschleiss im Laufe der Zeit.

Auf Nachfrage bei I|D bike, dem Hersteller, gab es zum Sensor P178 folgende Antwort:
Ursprünglich hatten unsere TMM4-Sensoren nie einen sichtbaren Schutz. Unsere konforme Beschichtung ist so robust und langlebig, dass sie problemlos verschiedenen Arten kontinuierlicher Salzsprühtests (24/7 unter Wasser) über mehr als 3 Wochen standhält. Ausserdem haben wir in den mehr als 12 Jahren der TMM4-Geschichte Sensoren gesehen, die vollgepackt waren mit Fett, Öl, Schmutz, Sand und anderem Zeug, und im Allgemeinen hat dies die Funktion des Sensors nie beeinträchtigt. Dennoch stellten OEM-Kunden und Händler immer wieder die gleiche Frage: “Brauchen wir einen Schutz?” Es schien, als ob wir nicht in der Lage wären, unsere Botschaft zu vermitteln. Als wir schliesslich vor Jahren mit der Implementierung des QR-Codes begannen, beschlossen wir, die beiden Dinge zu kombinieren: 1. der Aufkleber auf der Rückseite ist der Träger des QR-Codes und 2. Er kann die Forderung nach einer Art von sichtbarem Schutz stoppen.
Jan Goes / I|D bike – 2020
Der Kleber ist aus technischer Sicht also nicht nötig. Trotzdem sind starke Verschmutzungen eine mögliche Fehlerursache und können die Arbeit des Sensors stören.
Alternative zum Kleber
Alternativ kann man nach gründlicher Reinigung der Platte den Kleber mit einem einfachen, schwarzen Elektriker Isolierband ersetzen. Man muss darauf achten, dass man 3—4 mm rund um das Steckachsen-Gewinde nicht beklebt (Freilaufauflage).

Bei meinen ST3 habe ich diese Alternative beim verbauten P178 Sensor angewendet und es hat bezüglich dem Schutz vor Verschmutzung funktioniert. Das etwas launische Verhalten des Sensors hat es aber nicht verbessert.
Spätestens mit den neusten Modellen P211 und P218 ist diese DIY Methode obsolet. Die Sensoren und Kabel sind komplett vergossen, die Schlitzbreite massiv vergrössert und sie enthalten keine machanischen Justierelement mehr.

Ich möchte diesem Artikel noch eine wesentliche Info hinzufügen. Leider habe ich es am eigenem Stromer erfahren müssen.
Durch Kettenabrieb entsteht entsteht ein Eisenpulver-Ölgemisch. In meinem Fall Eisenpulver-Wachs. Bei Riemenantrieben kann Eisenpulver von der Straße gesammelt werden.
Besonders bei Regen verflüssigt sich das alles etwas und bleibt am Permanentmagneten im Sensor kleben.
Dies (kann!) zu ruckelnden Sensorwerten von 0,00V bis 2,5V während der Fahrt führen, bei guten Sensorwerten im Stand. Sollte mit einem Stoß Druckluft bzw. zusätzlich etwas Bremsenreiniger erledigt sein.
Abkleben dürfte permanenter sein, am Besten nur die Innenseite Richtung Schaltung, die andere Seite ist geschützter.
Danke für den Input. Der Sensor selber (Hallelement und die Elektronik) sind gut geschützt gegen Schmutz und (Salz-) Wasser. Das Problem der (eisenhaltigen) Schmutzansammlung rund um den Magneten behebt das aber nicht. Bei welliger oder „launischer“ Unterstützung empfiehlt es sich, als einen der Checkpunkte, den Sensor auf Schmutz zu überprüfen und diesen zu reinigen. Siehe auch hier und hier.